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Hummus ist gut und tut gut!

Hummus ist gut und tut gut! Kichererbsen-Püree und Sesampaste

Machen wir doch mal wieder einen Ausflug in die Türkei. Also jetzt so rein kulinarisch gemeint. Es geht um Meze, die schier unendliche Vielfalt der Vorspeisen, die die türkische Küche zu bieten hat. Überwiegend vegetarisch sind sie. Weniger aus Überzeugung, darf man vermuten, sondern vor allem aus wirtschaftlichen Gründen. Fleisch ist traditionell in vielen Mittelmeerländern nicht zwangsläufig Teil des täglichen Speiseplans, sondern eher besonderen Anlässen vorbehalten. Auch in unseren Breiten ist bekanntlich zu beobachten, dass der übermäßige Fleischkonsum nicht mehr so selbstverständlich ist wie noch vor einigen Jahren. Gute Gründe dafür gibt es viele. Sie reichen von der oft problematischen Tierhaltung bis zu dem zunehmenden Wunsch nach gesunder und verantwortungsbewusster Ernährung.

Die Kichererbse ist diesmal der Star unter den Zutaten. Und das Ganze wird am Ende ein ausgesprochen wohlschmeckendes Kichererbsen-Püree, eben Hummus. Kichererbsen, der Name kommt angeblich vom Geräusch, das sie im getrockneten Zustand machen, wenn sie in einem Behältnis geschüttelt werden. Na ja… wohl eher von lateinischen Bezeichnung „Cicer“. Die Kichererbse wieder stammt aus Kleinasien, wo sie schon vor Jahrtausenden kultiviert und gegessen wird. Sie ist nahrhaft, inhaltsreich und bietet eine Reihe von positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. Ihre Inhaltsstoffe wie Ballaststoffe, B-Vitamine oder Mineralien, Proteine, Spurenelemente und andere fördern die Verdauung, stärken das Herz-Kreislaufsystem und helfen, dem Blutzuckerspiegel da zu halten wo er hingehört, unten. So viel dazu.

Zu den Zutaten:
200 gr Kichererbsen aus der Dose. Man kann sie auch getrocknet kaufen, eine ganze Nacht vorher einweichen und dann ca. 45 Minuten weich kochen. Im Trockenzustand sollte man aber etwas mehr davon nehmen, ca. 250 gr. 1 Tl Salz, ½ Teelöffel Zucker, 100 ml Sesampaste (Tahin), 1 Knoblauchzehe, möglichst frisch, ein kl. Glas Wasser, 2-3 El Olivenöl, 1 Prise fein gemahlener Kreuzkümmel (Kumin), welcher wg. des intensiven Geschmacks vorsichtig zu dosieren ist. Dann Saft einer Zitrone, und schließlich 1 Tl Sumak. So wie zum Schluss zum Garnieren eine ganz nach Geschmack mehr oder weniger scharfe rote Sauce, aber bitte kein Ketchup.

Der Rest ist dann leicht zu machen. Alle Zutaten im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren, bis eine nicht zu flüssige, geschmeidige Masse entsteht. Dabei hilft es, das Wasser nach und nach anzugießen. Zitronensaft ebenso schrittweise zugießen, immer wieder abschmecken und bei Bedarf nachsalzen. Die Masse nun eine gute Stunde zum Durchziehen in den Kühlschrank stellen, fertig. Wer es besonders gut machen will, befreit die gekochten Kichererbsen von der dünnen Schale. Jede einzeln zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und mit leichtem Druck von der Schale befreien. Aber das kann dauern. Macht’s allerdings verdaulicher und schmeckt auch besser. Vegetarischer Hummus ist damit fertig. Wer mag, fügt noch ein paar Scheiben Pastirma hinzu, türkischer Rinderschinken. Ein Tipp zum Anrichten: Da das Auge auch gerne mitisst, machen sich auf dem Teller ein paar blanchierte Broccoli-Röschen gut. Und natürlich die rote Gewürzsauce.

Guten Appetit.

 

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