Die Berliner Tafel:

Lebensmittel für Bedürftige

Die Berliner Tafel ist angetreten, Lebensmittel vor der Vernichtung zu retten. Mit dieser Arbeit ist sie enorm erfolgreich. Zum einen werden inzwischen in ganz Berlin pro Woche bis zu 600 Supermärkte angefahren. Zum anderen wurde den Märkten vor Augen geführt, wie viel sie zuvor weggeschmissen haben.

Die Konsequenz: Sie wirtschaften deutlich sparsamer. Dass hier der Überflussgesellschaft Einhalt geboten wurde, darauf ist die Berliner Tafel stolz. Dass sie dadurch noch mehr Arbeit hat, nimmt sie in Kauf: Es müssen mehr Läden angefahren werden, um die gleiche Menge Lebensmittel wie zuvor zu beschaffen. 

Die Arbeit der Berliner Tafel beruht auf drei Säulen

Beratungsstellen, Schul-, Theater und Frauenprojekte sowie viele andere soziale Organisationen: Auch sie müssen scharf rechnen und bekommen von der Berliner Tafel Lebensmittel geliefert, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Mahlzeiten zubereiten und gemeinsam essen können.

Menschen, die eine kleine Rente haben, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Grundsicherung beziehen, sparen am ehesten am Essen. Mit den gespendeten Lebensmitteln können sie sich gesünder ernähren und haben vielleicht Geld übrig, um mit den Enkeln in den Zoo zu gehen oder sich ein Buch zu kaufen.

Die Berliner Tafel will Kinder nicht stigmatisieren und bietet daher keine Suppenküche für Arme an. Stattdessen wendet sie sich mit den KIMBA-Angeboten für Ernährungsbildung an bestehende Gruppen wie z.B. Schulklassen und betont damit das gemeinschaftliche Lernen, Zusammenarbeiten und Essen.

Seit 1993 ist die Berliner Tafel ein eingetragener Verein

Die Berliner Tafel ist im Gegensatz zu anderen Initiativen keine Aktiengesellschaft, keine gemeinnützige GmbH, sondern trotz ihrer Größe nach wie vor ein eingetragener Verein, dessen Abrechnungen vom Finanzamt für Körperschaften genau geprüft werden.

Die Arbeit wird getragen von einem ehrenamtlichen Vorstand, der von der Mitgliederversammlung kontrolliert und entlastet wird. Jede und jeder kann für einen Mindestbeitrag von 33 Euro im Jahr (2,75 Euro im Monat) Mitglied werden, so den Verein fördern und Einfluss nehmen. Wer Mitglied ist, unterstützt so die Vereinsarbeit und kann – muss aber nicht – selbst mit anpacken. Die Berliner Tafel hat inzwischen über 1500 Mitglieder, davon ist gut ein Viertel gelegentlich oder regelmäßig ehrenamtlich aktiv.

Warum der Berliner Tafel Mitglieder so wichtig sind

2,75 Euro Mindestmitgliedsbeitrag im Monat sind wenig. Doch: Die Masse macht’s! Die Berliner Tafel lebt von Beginn an nicht von großen Einzelspenden, sondern von vielen kleinen Beträgen der Berlinerinnen und Berliner. Auf sie ist seit 1993 Verlass. Wer Mitglied wird, gibt dem Verein zum einen sein Vertrauen und zum anderen eine größere Planungssicherheit. Mitgliedsbeiträge sind berechenbarer als spontane Einzelspenden und machen die Berliner Tafel unabhängig von Wirtschaft und Politik.

Die Berliner Tafel hat über 1500 Mitglieder, von der fast 2-Jährigen bis zur fast 100-Jährigen.

Viele denken, wenn sie Mitglied im Verein werden, dann müssen sie auch Kisten schleppen. Richtig ist: Mitglieder fördern die Arbeit der Berliner Tafel durch ihren Beitrag. Sie unterstützen einen Verein von Menschen dieser Stadt für Menschen dieser Stadt. Rundbriefe informieren aus erster Hand, einmal im Jahr findet eine Mitgliederversammlung statt. Und wer noch Kisten schleppen oder anderweitig aktiv werden möchte: nur zu! Das aber geht auch ohne Mitgliedschaft.

Kontaktadresse: Berliner Tafel e.V., Beusselstr. 44 N-Q, Halle 102, 10553 Berlin, Telefon 030 782 74 14, Telefax 030 788 19 73, www.berliner-tafel.de