Der Buchtipp von Leselust im Februar

Das Labyrinth der Wörter von Marie-Sabine Roger

„Mit dem Nachdenken anzufangen ist etwa so, wie wenn man einem Kurzsichtigen eine Brille gibt.“

Germain kennt nicht besonders viele Worte. Er ist in dem sicheren Wissen aufgewachsen, ein Dummkopf zu sein, und das ist für ihn auch ok so, bis er im Park beim Taubenzählen auf die 86-jährige Dame mit dem Namen Margueritte trifft, die anfängt, ihm vorzulesen. Zunächst versteht er nicht viel, denn er kennt nicht viele Worte. Aber Margueritte weiß Abhilfe und schenkt ihm ein Wörterbuch, das ihm den Weg in das unbekannte Labyrinth der Wörter ebnen soll. Mit jedem Wort, das der 45-Jährige lernt, wird seine Welt ein bisschen größer. Nicht nur, dass er mehr weiß, er lernt auch, über sich und sein Leben nachzudenken. Germains Geschichte regt manchmal zum Schmunzeln an, manchmal zum Nachdenken, sei ist zärtlich erzählt, geht so manches Mal zu Herzen und ist auch für den Arbeitsweg sehr zu empfehlen. Ein Muss für jeden, der die Welt der Wörter liebt!
Auch als Hörbuch erhältlich.

Marie-Sabine Roger, Das Labyrinth der Wörter, Hoffman und Campe

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