Der Buchtipp von Leselust im April

Das Ostervorlesebuch für Jung und Alt: Der edle Hase Hyazinth

Dies ist ein besonders bezauberndes Ostervorlesebuch, das allen Menschen ab fünf Jahren große Freude machen kann. Die Forderung nach wiederholtem Vorlesen ist sozusagen garantiert. Die durchgängig originellen Reime reizen von der ersten Seite an weiter zu lesen und zu erfahren, wie der Hase Hyazinth der in Not geratenen Henne Thilde Meyer helfen will. Thildes Eier verkaufen sich schlecht. Der Bauer, ohnehin der ärmste Mann im Dorf, verzweifelt. So verspricht Hyazinth einen Ausweg, denn Thildes Stellung scheint in Gefahr. „Der edle Hase denkt und denkt, drei Tage lang ganz angestrengt“ und schließlich fällt ihm die Lösung ein, die aber nicht so ohne Weiteres umzusetzen ist. Trotz erster vergeblicher Versuche, die Eier künstlerisch aufzuwerten, was ihn zum Gespött der anderen Tiere macht, lässt sich Hyazinth nicht entmutigen und kann schließlich stolz verkünden: „Bemalte Eier? Neuerung. Der Eierhandel kommt in Schwung!“ Die Kunde macht die Runde und „Im Tal der schönen Hasenau, beginnt die große Eierschau“! „Der Schlosser und der Zimmermann, jawohl das ganze Dorf rückt an“! Hyazinth wird berühmt, Thilde ist gerettet und erst recht der Bauer. Ich kann nur bestätigen, was schon auf dem Umschlag verkündet wird: „Diese Fabel gibt bekannt, wer das Osterei erfand“. Immer wieder schön!

Der edle Hase Hyazinth, Leiv Leipziger Kinderbuchverlag, 10,90 €

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