Die Leselust empfiehlt im November

Das Echo der Schuld

Ein Buch, das einlädt mit der Ringbahn stundenlang um Berlin zu fahren. Warum? Weil es wieder eines der Bücher von Charlotte Link ist, dass man vor dem Finale nicht aus der Hand legen möchte, dessen abgründiger Spannung man sich jedoch nicht fern der nervenberuhigenden Anwesenheit von Mitmenschen hingeben sollte. „Das Echo der Schuld“ ist alles Andere als ein platter Kriminalroman, denn Link besitzt eine verblüffend tiefgehende Menschenkenntnis und erweckt ihre Charaktere mit großem psychologischen Feingefühl und meisterlicher Sprachkunst zum Leben. Es geht um eine seit 20 Jahren unausgesprochene, tragische Schuld am Tod eines kleinen Jungen. Die Bürde dieses Todes trägt Virginia Quentin, die, während ihr Mann geschäftlich zumeist in London agiert, mit ihrer 7-jährigen Tochter vollkommen zurückgezogen im Osten Englands lebt. In Virginias Schattenwelt platzt das Ehepaar Moor, das vor der Küste Schiffbruch erlitten, alles außer das Leben verloren hat und von Virginia aufgenommen wird. Während Virginias Mann Frederik der undurchsichtige Nathan Moor von Anfang an äußerst suspekt ist, fühlt Virginia sich von Nathan Moor verstanden und öffnet sich ihm bald mehr als je zuvor einem anderen Menschen. Zu dieser Zeit durch die Medien gehende Berichte über zwei Verbrechen an Kindern aus der unmittelbaren Umgebung erschüttern auch Virginia. Persönliches Entsetzen breitet sich aus, als auch ihre eigene Tochter spurlos verschwindet und Virginia sich der Frage stellen muss ob wiederum sie sich schuldig gemacht hat...

A.M.C. Weber

Charlotte Link: Das Echo der Schuld – Blanvalet, Taschenbuchverlag – ISBN 978-3-442-38354-2, – 9,99 €

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