Berliner Aktionsprogramm gegen die hochallergene Ambrosia!

Berliner Bevölkerung wird aufgerufen, sich aktiv an dieser Aktion zu beteiligen.

In einem Gemeinschaftsprojekt haben sich die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit dem Pflanzenschutzamt, das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin sowie die Beschäftigungsträger meco und trias zum Ziel gesetzt, aufgrund der sehr hohen Allergiegefahr, die von der Ambrosia ausgeht, in Berlin nachhaltig gegen die Pflanze vorzugehen.

Viele kennen die typischen Symptome einer Pollenallergie wie Augenjucken, Tränen, Lichtempfindlichkeit, Heuschnupfen, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Besonders starke Symptome können durch die aggressiven Pollen der Ambrosia-Pflanze verursacht werden, auf die ein Großteil der Bevölkerung sensibel reagiert.

AmbrosiaDarum ist es wichtig, die Ambrosia-Pflanze zu erkennen, um sie so früh wie möglich vor Beginn der Pollenfreisetzung beseitigen zu können.

Die Ambrosia-Pflanze hat sich im Berliner Stadtgebiet in den vergangenen Jahren stark ausgebreitet. Hierfür haben nicht nur die hohe Samenproduktion der Pflanze und ihre enorme Anpassungsfähigkeit gesorgt, auch Menschen tragen z. B. durch den Transport von Erde und Humus oder die Verwendung von Vogelfutter, das Ambrosiasamen enthält, zur Verbreitung bei.

Gerne wird die Ambrosia mit dem Beifuß verwechselt, nicht umsonst bedeutet der Name Ambrosia artemisiifolia – Beifußblättriges Traubenkraut.

Beispiele für die Blattformen

Unterschiede zwischen Beifuß und Ambrosia bestehen wie folgt:

BeifußBeifuß

Sprossachse unbehaart, Blattunterseite silbrig-weiß, Geruch aromatisch.

AmbrosiaAmbrosia

Sprossachse behaart, rund, ausgefüllt Blattunterseite grün, Geruch nicht aromatisch.

Weitere Verwechslungsmöglichkeiten: Ambrosia wird auch verwechselt mit Gänsefußgewächsen, Studentenblume und vielem mehr. Schauen sie dazu im Internet unter http://ambrosia.met.fu-berlin.de/ambrosia/index.php

Auch die Berliner Bevölkerung wird aufgerufen, sich aktiv an dieser Aktion zu beteiligen. Bitte melden Sie Ambrosiafunde mit Foto über das Meldeformular des Aktionsprogramms oder senden Sie einen Brief mit Foto an:

Freie Universität Berlin, Institut für Meteorologie,
AP Ambrosia, Carl-Heinrich-Becker-Weg 6-10, 12165 Berlin

Bitte entfernen Sie (Handschuhe tragen) auf Ihren Privatflächen die Ambrosiapflanzen inklusive Wurzeln und entsorgen Sie die Pflanzen über den Hausmüll. Verwenden Sie kein mit Ambrosiasamen verunreinigtes Vogelfutter. So schützen Sie sich und andere Bewohner der Stadt vor der hoch allergenen Pflanze und tragen zum Aufbau des Berlin-Brandenburger Ambrosia-Atlas bei. Den ständig aktualisierten Ambrosia-Atlas finden Sie auch über: http://ambrosia.met.fu-berlin.de/ambrosia/index.php Und hier können Sie ebenfalls die Inhalte des "Berliner Aktionsprogramms gegen Ambrosia" als PDF-Datei herunterladen.