Alkohol, wo bist Du?

Pralinen - Nicht überall, wo der Alkohol nicht extra drauf steht, ist auch kein Alkohol drin.

Berechtigte Frage. Nicht nur zu Ostern, auch im Winter, wenn es schneit, oder auch nicht schneit. Denn jetzt heißt es wieder ran an die süßen Sachen. Warum auch nicht. Es sei denn, es gibt echte gesundheitliche oder andere Gründe, darauf zu verzichten. Und es gilt bekanntlich, dass es viele leichter ist, ganz auf Alkohol zu verzichten als nur ein bisschen. Aber es gilt auch: Nicht überall, wo der Alkohol nicht extra drauf steht, ist auch kein Alkohol drin. Und das kann durchaus gefährlich sein. Denn der Geschmack macht Lust auf mehr, und damit auch auf mehr Alkohol. Auch wenn man ihn gar nicht immer so direkt schmeckt. Das ist nicht nur beim vermeintlich alkoholfreien Bier so. Manche dicke Torte oder leckere Praline zum Beispiel haben es alkoholmäßig ganz schön in sich. Alkohol ist nun mal ein sehr guter Geschmacksträger. Oft verbirgt sich in den Zusatzerklärungen auf einer Packung der Alkohol als Äthanol oder Weingeist, oder er steckt in der Formel C2H5OH. Beim Bäcker an der Theke oder im Restaurant muss der Alkohol überhaupt nicht deklariert werden. Das gleiche gilt natürlich auch für Medikamente, in denen ein z. B. Wirkstoff in Alkohol aufgelöst vorkommt. Medizinische Fachleute und Verbraucherschützer fordern deshalb immer stärker eine offene unmissverständliche Kennzeichnung zu Art und Menge des enthaltenen Alkohols. Verantwortlich ist aber der Verbraucher selbst. Er sollte deshalb informiert sein, bevor er sich für dieses oder jenes Produkt entscheidet. Ob Hustentropfen, Schokolade oder Gewürzsauce: Der versteckte Alkohol ist da, auch wenn er nicht immer auf der Verpackung steht. Also Augen auf und im Zweifelsfalle lieber einmal mehr um Auskunft bitten.