Peter Kunze und Christian Krause

Fisch Direkt Verkauf

Wilhelm Klüz Str. 14, 15640 Hohen Neuendorf.

Die Werbetrommel: Peter Kunze, wie kommt ein Berliner zum Fisch?

Peter Kunze: Ich bin gelernter Lebensmittelkaufmann und habe als solcher zum Beispiel im KaDeWe gearbeitet. Eine ganz wichtige Station in meiner beruflichen Entwicklung war dann der Schlemmershop in Frohnau, spezialisiert auf frische, hochwertige Salate.

Die Werbetrommel: Aber das ist immer noch kein Fisch.

Peter Kunze: Über einen befreundeten Großhändler bin ich in den 70er Jahren zum Fisch gekommen. Und der, also der Fisch, hat mich dann nicht mehr losgelassen. In Bremerhafen war ich längere Zeit zur Weiterbildung, weil ich sehr schnell gemerkt habe, Fisch ist anspruchsvoll und man muss viel darüber wissen, um ihn erfolgreich zu verkaufen.

Die Werbetrommel: Und wo und wann sind Sie mit diesem Wissen dann auf die Kundschaft losgegangen?

Peter Kunze: Das war 1978 in Frohnau auf dem Wochenmarkt. 1980 kam dann schon der Markt am Maibachufer dazu. Und das ging dann immer weiter so, bis wir schließlich neun Verkaufswagen hatten, aus denen wir heraus unseren frischen Fisch verkauft haben.

Die Werbetrommel: Wie erklären Sie sich heute Ihren schnellen Erfolg? Ist Ihr Fisch anders als anderswo?

Peter Kunze: Das müssten Sie eigentlich unsere Kunden fragen. Wir freuen uns immer wieder, wenn aus Kunden Stammkunden werden. Aber Erfolgsgeheimnis? Wir haben drei eiserne Prinzipien, an denen sich alles orientiert. Das ist Qualität, Qualität und noch mal Qualität.

Die Werbetrommel: Ist das schon alles?

Christian Krause
Christian Krause, Leiter Einkauf mit Prachtlachs aus Norwegen

Peter Kunze: Nein natürlich nicht. Man muss diesen Qualitätsanspruch jeden Tag auch in die Tat umsetzen. Dabei hilft uns sicher die Tatsache, dass wir ein echter Familienbetrieb sind. Ohne unsere Tochter, Sohn und Schwiegersöhne und alle unsere tüchtigen Mitarbeiter wäre das alles gar nicht möglich.

Die Werbetrommel: Einer sitzt hier am Tisch: Christian Krause. Was machen Sie zum Beispiel?

Christian Krause: Ich leite den Einkauf, kümmere mich um die Logistik und betreue unser Marketing.

Die Werbetrommel: Fährt man dazu heute noch ans Meer und kauft direkt vom Kutter?

Christian Krause: Nein, das geht alles über Telefon und Internet. Einer der größten Umschlagplätze für Frisch-Fisch mit riesigen Markthallen ist übrigens Frankfurt am Main, und nicht am Meer. Da geht es um die im übertragenen Sinn fliegenden Fische, aus Fernost und dem arabischen Raum. Thunfisch aus Dubai, Pangasius und Krabben aus Thailand und so weiter.

Die Werbetrommel: Den Kutter-Fisch gibt es aber auch noch, oder?

Räucherfisch
Räucherfisch vom Feinsten

Christian Krause: Natürlich. Wir kaufen am liebsten von den kleinen Kuttern. Weil sie täglich rausfahren, sind sie nicht so lange auf See unterwegs wie die großen Trawler. Aber wir werden auch direkt vom Mittelmeer beliefert. Morgens zwischen drei und vier Uhr kommen die ersten Lieferungen. Dann gehen die Fische palettenweise direkt aus dem Kühllaster in unsere Kühlräume bei 1 bis 2 Grad Celsius, damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird.

Die Werbetrommel: Von da direkt zum Markt.

Peter Kunze: Genau. Heute haben wir sieben Standorte: Kollwitzplatz, Mexikoplatz, Pankow, Frohnau, Maibachufer, Neuruppin und eben hier in Hohen Neuendorf von Mittwoch bis Samstag.

Die Werbetrommel: Sie haben aber nicht nur Frischfisch im Angebot. Wo liegen die Schwerpunkte.

100 Sorten Fisch
100 Sorten Fisch im Angebot

Christian Krause: Beim frischen Fisch Seelachs, Dorade, Rotbarsch, Pangasius, um mal einige der beliebtesten Sorten zu nennen. Insgesamt und je nach Jahreszeit haben wir ca. 100 verschiedene Sorten in der Theke.

Dazu die hausgemachten Salate. Ohne Konservierungsstoffe natürlich. Dann Räucherfisch und Matjes. Dazu immer wieder ganz neue Produkte. Unsere Fischsülze nach eigenem Rezept ist in kürzester Zeit zum echten Renner geworden.

Peter Kunze: Genau wie das jährliche Brandenburger Matjesfest übrigens, das wir im letzten Juni mit großem Erfolg zum vierten Mal veranstaltet haben. Und auch im nächsten Jahr werden wir die Matjes-Saison wieder mit Musik und vielen Überraschungen eröffnen. Aber im Oktober geht erst mal wieder die Karpfenzeit los. Unsere Spezialität sind lebend Karpfen. Wir halten sie hier in unseren Räumen in Frischwasser bis zum Verkauf. Auch das ist Qualität, die man schmeckt.

Die Werbetrommel: Apropos Qualität, wie erkennt der Laie, ob der Fisch frisch ist?

Peter Kunze: Ganz einfach. Frischer Fisch riecht nicht nach Fisch, er hat klare Augen, rote Kiemen, sein Fleisch ist fest und hinterlässt beim Anfassen keine Druckstellen. Er sollte übrigens nach Möglichkeit noch am Tag des Einkaufs verzehrt werden. Dann schmeckt er am besten.

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