Alles Kruste oder was!

Garnele & Co.

Garnele & Co.Für alle, die es ganz genau wissen wollen: es gibt weltweit ca. 50.000 Arten von Krustentieren. Zoologisch gesehen gehören sie zu den Krebstieren (crustacea). Und da geht es schon los. Für alle, die es nicht so genau wissen, hier mal eine kurze Einsortierung im Bereich der Garnelen und Kaisergranaten.

Zuerst die Kaisergranaten: Italienisch weniger militärisch als Scampi (also ein scampo) bezeichnet, französisch Langoustines. Ein hummerähnlicher, leicht rot gefärbter Krebs mit einem breiten Hinterkörper. Der Vorderkörper stark entwickelt und trägt lange Scheren. Kaisergranaten leben im Nordostatlantik, im westlichen Mittelmeer und in den neuseeländischen Gewässern. Ihr besonders feiner Geschmack hat sie in der Gunst der Genießer ganz nach oben gebracht. Das empfindliche Fleisch kommt überwiegend tiefgefroren aber auch frisch in den Handel.

Jetzt zu den Garnelen: Es gibt weltweit gut 3.000 Arten. Zum Verzehr kommen 350 davon. Hauptmerkmale: Erstens sie haben keine Scheren. Zweitens ihr ausgesprochen langer Hinterleib ist mehr oder weniger seitlich zusammengedrückt. garnelen3Etwa so wie eine senkrecht stehende „0“. Sie leben in warmem oder kaltem Wasser. Es gibt die Geißelgarnelen und die eigentlichen Garnelen. Bei den Geißelgarnelen überlappen sich die einzelnen Platten der Schwanzsegmente gleichmäßig von vorne nach hinten. Sie treten auf als Gambas, Riesengranelen, King Prawns und so weiter.

Dann die eigentlichen Garnelen. Sie leicht an der zweiten Seiten-Platte des Schwanzteils zu erkennen, die nach links die erste und nach rechts die dritte Platte überlappt. Sie leben sowohl in Salz- wie in Süßwasser. Aus dem Nordatlantik kommend treten sie meist tiefgekühlt als Tiefseegarnelen oder (Grönland-)Shrimps auf und bieten deutlich mehr Geschmack als ihre Süßwasserkollegen.