Die Flußkrebse

Klein aber fein

FlusskrebsKaum zu glauben aber wahr: Es gab Zeiten, da waren Flusskrebse in Mitteleuropa so verbreitet, dass sich die Dienstboten weigerten, sie mehr als einmal pro Woche zu essen. Nun die Personalfrage hat sich seit dem 19. Jahrhundert geändert und, allerdings unabhängig von ihr, auch das Vorkommen der Flusskrebse. Aber eine Delikatesse sind die kleinen Brüder der Hummer immer noch. Sie leben nicht im Meer sondern bevorzugen kalte, langsam fließende Bäche, Seen oder Sumpfgebiete. Ihre edelste Form wird inzwischen auch erfolgreich gezüchtet, zum Beispiel in Bayern oder Skandinavien. Wer das Glück hat, sie frisch zu bekommen, gekocht oder noch lebend, sollte also mal den Versuch wagen. Gekocht haben die ca. 15 cm langen Krebse eine kräftige rote bis dunkelrote Farbe. Zum Verzehr eignet sich vor allem das zarte Fleisch aus dem Schwanzsegment. Als tiefgefrorene Importware aus meist sehr sehr fernen Ländern gibt es sie auch, aber da üben sich Kenner wohl in vornehmer Zurückhaltung.

BärenkrebsErwähnen wollen wir hier noch einen entfernten Verwandten, den Breitkopf-Bärenkrebs. Mit Verlaub keine Schönheit aber interessant. Seine Heimat ist das Meer, seine Freunde sind die Sterne. Er hat im Gegensatz zu Hummer und Krebs keine langen Scheren und Antennen. Scheint wohl nicht so viel fern zu sehen. Er ist etwas größer als der Flusskrebs und sein Fleisch ausgesprochen wohlschmeckend.