Kamele in Brandenburg

Kamelreiten: Entspannung und Abenteuer pur!

Im gemütlichen Schaukelgang durch die Oberhavelniederung.

Fröhlich grunzend kommt Minimini auf den Gast zu. Der neugierige Vierbeiner ist, wie der Name vermuten lässt, ein Zwergschwein und führt das Begrüßungskomitee an auf dem Fleckschnupphof in Nassenheide.

Pause für Kamel und ReiterAufgeweckt vom Geräusch des Hoftores stürzt nun auch noch Ida herbei, die dreimonatige Hovawart Hündin. Und dann geht der Blick um den Stall herum in Richtung Koppel. Da sind sie, der eigentliche Grund des Besuches: die Kamele. Kalif, der Hengst, die Stuten Suleika, Fatima und Katharina samt ihren auf dem Hof im März geborenen Jungtieren, sowie der Wallach Aladin. Und schon gleich die erste Frage. Kamele, Dromedare oder Trampeltiere? Ganz einfach, sagt Gabi Heidicke, die freundliche Chefin des Hofes. Dromedare haben einen Höcker, Trampeltiere zwei Höcker und beide sind Kamele. Mal schnell nachgezählt. Zwei, also Trampeltiere. Aber die trampeln hier keineswegs herum. Vielmehr schreiten sie äußerst gelassen auf ihren breiten Hufen umher. MutterglückUnd schon beginnt Gabi die kleine Kamelkunde für Anfänger. Genau diese Gelassenheit habe sie und Ihren Mann so an den Tieren fasziniert. Trampeltiere sind sehr geduldig, sozial, unaggressiv und haben keinen Fluchtreflex. Das muß wohl an ihrer zentralasiatischen (und nicht orientalischen) Heimat liegen. Die Stille der weiten Steppe, wenig Vegetation, eisige Kälte im Winter und brütende Hitze im Sommer. Wer sich diese Tiere ansieht, versteht den Satz ganz neu: In der Ruhe liegt die Kraft. Und die haben die Trampeltiere. Sie können bis zu 250 Kilogramm Gewicht tragen, über viele Stunden. Da ist so ein kleiner Spaziergang mit einem Menschen oben zwischen den Höckern das reinste Vergnügen. Kleines Kamel übt grosse SprüngeIn der Tat, sagt Gabi, nach jedem Ausritt merkt man den Tieren deutlich an, dass ihnen die Aufgabe Spaß gemacht hat. Und um gleich mit einem Märchen aufzuräumen: Seekrank wird man natürlich nicht. Kamel haben zwar einen leichten Schaukelgang, weil sie anders als Pferde immer die beiden Beine je einer Seite gleichzeitig nach vorne setzen, aber das Schaukeln wirkt eher beruhigend und entspannend. Auch das Aufsitzen ist kein Problem. Höflich wie Trampeltiere nun einmal sind, legen sie sich dazu hin. Sie stehen erst auf Befehl wieder auf, wenn der Reiter sicher im Sattel sitzt. Dann geht’s los. Schaukelnd in einen Traum, gemischt aus dem tierischen Abenteuer und der intakten wilden Landschaft der oberen Havelniederung. Man muss nicht einmal reiten können. KamelmilchausgabeAlso auf zu den Kamelen vom Fleckschnupphof in Nassenheide. Zur Zeit kann man wahlweise Ein-, Zwei- oder Dreistundenritte buchen. Zur Vor- und Nachbereitung des Ritts sollten Sie zusätzlich eine Stunde einplanen. Der Ort ist übrigens gut zu erreichen vom Kreuz Oranienburg aus über die neu ausgebaute A 96.

Noch ein Tipp: Gutscheine, um eine tollen Kamelritt zu verschenken, gibt es unter: www.kamelreit-gutschein.de

Fleckschnupphof OT Nassenheide / Altes Dorf, Am Dorfanger 12, 16775 Löwenberger Land, Tel: 0177 / 301 95 30
www.fleckschnupphof.de

Kamelreiten: Ganzjährig, täglich, nur mit Voranmeldung. Tierbesichtigung: Mi 10 – 13 Uhr und So 15 – 18 Uhr

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