Plattfisch

Platt wie 'ne Flunder

An der Ostseeküste und in literarischen Kreisen auch gern Butt genannt, gehört die Flunder zu den bekanntesten und ausgesprochen wohlschmeckenden Plattfischen. Die Flunder ist der am häufigsten gefangene Fisch in der Brandung. Sie schwimmt in einer Reihe von ähnlichen aber nicht gleichen Artgenossen wie Heilbutt, Steinbutt, Scholle, oder auch Seezunge. Eins haben alle diese Flachmänner gemeinsam. Sie entwickeln die typische flache Form erst im Laufe ihres Lebens. Das linke Auge wandert dabei auf die rechte Körperseite neben das dort schon vorhandene rechte Auge. Und erst dann beginnen die Fische auf der Seite zu schwimmen. Wobei die Flunder wiederum zu den Ausnahmen gehört, die gewissermaßen Links- oder Rechtshänder, pardon Schwimmer sein können. Sie lebt überwiegend in Küstennähe, dringt aber auch in die Süßwasserbereiche vor, so dass sie sich auch in Flussmündungen, Buchten oder Fjorden findet. Früher schwamm noch weit bis in die Oberläufe der Flüsse hinauf. Tagsüber versteckt sie sich auf dem Meeresboden und geht erst nachts auf Beutezug. Flundern sind Raubfische. Sie leben vor allem von Krebsen, Schnecken und Muscheln. Die größten Exemplare werden bis zu 50 cm lang und können maximal 2 kg wiegen. Ihr zartes Fleisch wird nicht nur von Seevögeln und Seehunden geschätzt sondern auch vom Menschen. Letzterer brät sie am liebsten in der Pfanne in reichlich Butter, aber nicht deswegen heißt sie auch Butt, oder ausgelassenem Speck.
Und jetzt noch ein kleiner Tipp. Immer wieder Freitag Mittag frisch gebratene Heringe und hausgemachte Fischsuppe nach altem Familien-Rezept. Lassen Sie es sich schmecken.